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Lokal: Unterkünfte für Asylsuchende

Gemeinschaftsunterkünfte - Notunterkünfte - Mülheim an der Ruhr


In Mülheim an der Ruhr gibt es, anders als in vielen anderen Städten und Bundesländern, keine kommunale (also städtische) Unterbringung in Zelten, Traglufthallen oder Turnhallen.

Die Stadt Mülheim versucht zudem, Familien so bald als möglich in Wohnungen außerhalb der Gemeinschaftsunterkünfte unterzubringen - manche allein, manche zusammen mit einer anderen Familie (Wohngemeinschaft). In diesen Fällen handelt es sich aber nicht um reguläre Mietverhältnisse, sondern sozusagen um "Unterkünfte in Wohnungsform", aus denen die Asylsuchenden baldigst wieder ausziehen müssen, sobald ihr Asylantrag bearbeitet und entschieden wurde, sie stellen also, ebenso wie die Gemeinschaftsunterkünfte, lediglich eine befristete Wohnmöglichkeit dar.

In den im August 2016 an drei Standorten eröffneten neuen Gemeinschaftsunterkünften (feste Häuser aus Holz, ähnlich Baracken, ans Fernwärme-Netz angeschlossen) verfügen die einzelnen Wohneinheiten jeweils über 2 oder 3 Zimmer mit je ca. 11qm, ein Dusche, eine Toilette und eine Küchenzeile im Salon (ca. 13 bzw. 28qm), sowie eigene Eingangstüren von draußen, stellen sich also wie "Apartment-Wohnungen" dar. Pro Wohneinheit werden 4 oder 6 Einzelpersonen oder eine Familie mit entsprechender Personenzahl untergebracht.

In Mülheim an der Ruhr ist insofern die Wohnsituation für Asylsuchende bei weitem nicht so angespannt oder "menschenunwürdig", wie es manchmal von anderen Orten in Deutschland berichtet wird.


Die Gemeinschaftsunterkünfte werden von der Stadt Mülheim selbst, überwiegend mit eigenen Kräften, betrieben.

In den städtischen Gemeinschaftsunterkünften gibt es städtische Hausmeister, die wochentags tagsüber als erste Ansprechpartner für die Asylsuchenden, doch auch für Anwohner aus der Nachbarschaft, zur Verfügung stehen. Nachts und an Wochenenden wird diese Aufgabe wechselschichtig, und in geringerer Intensität, von Mitarbeitern der "PIA" (PIA-Stiftung für integrierte Stadtentwicklung) übernommen.

Die meisten Gemeinschaftsunterkünfte werden zusätzlich nach einem festen Zeitplan von städtischen Sozialarbeitern besucht, um dort Gespräche zu führen, Fragen zu beantworten, Sozialarbeit zu verrichten und Ansprechpartner zu vermitteln. Hierbei werden sie unterstützt

von sogenannten "Wohnbegleitern" (ebenfalls Mitarbeiter der "PIA").

Hinzu kommt eine teilweise große Zahl von ehrenamtlichen Helfern, die meist, doch nicht immer, einem organisierten Helferkreis (z.B. städtisch, kirchlich) angehören und in den Unterkünften verschiedene Aktivitäten für die Bewohner anbieten (z.B. Willkommensgruppen, Spiel, Sport, Kultur, Deutschkurse) oder sie auf Wunsch, beispielweise zu Arzt- oder Behördenterminen, zum Einkauf oder zu einem Spaziergang, begleiten


Die Unterkünfte Hahnenfähre und Holzstraße werden im Laufe bzw. zum Ende des Jahres 2018 geschlossen.

Die Karte der Unterkünfte für Asylsuchende wurde zusammengestellt von migru.net.

Mülheim an der Ruhr - Unterkünfte für Asylsuchende



Die obenstehenden Ausführungen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen des Autors, stellen aber keine ausführliche oder rechtsverbindliche Erläuterung dar, sondern dienen nur zur Übersicht über das Verfahren!


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